Autor: Der Mann hinter dem Bericht
The Springs in Rancho Mirage nahe Palm Springs in Kalifornien ist ein privater Golf- und Country Club in Verbindung mit einer Home Owners Association. Die bedeutet, dass in erster Linie Immobilienbesitzer eine Mitgliedschaft erwerben können, es gibt jedoch auch einige wenige externe Mitglieder. Um den Platz als Gast spielen zu können, benötigt man daher eine Einladung durch ein Mitglied – das freie Buchen von Startzeiten durch Gastspieler ist nicht möglich. Nachdem erst vor wenigen Jahren das Clubhaus aufwendig modernisiert wurde, stand kürzlich eine nicht weniger als 16 Mio. USD schwere Renovierung des Golfplatzes an. Der aus der Feder von Desmond Muirfield stammende Platz präsentiert sich nun noch besser und hochwertiger. Mit fünf gerateten Abschlägen spielt sich der Par 72-Meisterschaftsplatz nun zwischen 4.595 und 6.638 Yards. Natürlich kommt – wie fast auf allen Plätzen im Coachella Valley – auch bei The Springs reichlich Wasser ins Spiel. Dennoch: wählt man die richtige Teebox, bereitet der Platz Golfern aller Spielstärke viel Freude. Da der Club weniger als 300 Golfmitgliedschaften hat, können die Mitglieder fast jederzeit abschlagen – und auf der Runde herrscht selbst an Wochenenden keine hektische Betriebsamkeit, sondern pure Entspannung und Golfgenuss. Dazu trägt auch bei, dass es Kaffee, Wasser, Softdrinks sowie Snacks und Obst gratis auf der Runde gibt.
Mit seiner in 2025 abgeschlossenen Renovierung hat The Springs Country Club inmitten der exklusiven Wüstenoase Rancho Mirage seinen Ruf als eines der prestigeträchtigsten Ziele für Golf-Enthusiasten gefestigt. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1975 hat der Club eine beeindruckende Evolution durchlaufen, im Clubhaus kann man die Portraits vieler prominenter Clubmitglieder (darunter früher auch der Pianist und Entertainer Liberace) bewundern. Diese Modernisierung, unter der Leitung des renommierten Architekten Cary Bickler, hat den ursprünglichen Entwurf von Desmond Muirhead nicht nur bewahrt, sondern auf ein neues, zeitgemäßes Niveau gehoben. Die Design-Philosophie kombiniert die dramatische Kulisse der San Jacinto Mountains mit einer strategisch anspruchsvollen Spielführung. Das Layout zeichnet sich durch weite, perfekt gepflegte Bermuda-Gras-Fairways und blitzschnelle Bent-Grass-Grüns aus. Eine der markantesten Änderungen der jüngsten Renovierung ist die Optimierung der Wasserhindernisse und die ästhetische Aufwertung der Bunkerlandschaften, die den Platz optisch in die natürliche Wüstenumgebung einbetten. Wie gut diese Überarbeitung gelungen ist, erkennt man vor allem aus der Vogelperspektive:



























Der Auftakt uns die Front Nine verlangen taktisches Geschick, da Wasserhindernisse und geschickt platzierte Bunker den Rhythmus bestimmen. Bahn 1 präsentiert ein eher kurze Par 5 mit bis zu 477 Yards – ein einladendes Par 5 als Dogleg links zum Start. Longhitter können das Grün mit zwei Schlägen erreichen, müssen aber die Bunker im Landebereich des Drives meiden und den Teeshot ausreichend weit rechts im Knick der Bahn positionieren. Die Bahnenabfolge ist immer im „Dreierpack“ realisert: drei Bahnen knüpfen nahezu nahtlos aneinander an, danach biegt man nach links ab und hat eine kleine Transferstrecke zum nächsten Bahnset. Bahn 2 bringt direkt die schwierigste Bahn der Runde, ein Par 4. Es zieht sich in sanftem Rechtsbogen um einen großen Teich, der vom Tee geradezu magnetische Anziehungskräfte entfaltet. Das leicht erhöhte Grün wird hinten und rechts zudem durch große Bunker geschützt. Bahn 3 fällt deutlich kürzer aus, aber auch bei diesem Dogleg links kommt es darauf an, den Teeshot an der richtigen Stelle abzulegen, um zwischen den Bäumen links und rechts des Fairways freie Bahn Richtung Fahne zu haben. Bahn 4 bringt ein Par 4 Dogleg rechts, dessen Grün von nicht weniger als vier Grüns eingerahmt wird. An Bahn 5 wartet das erste Par 3, dessen Grün beiderseits durch Bunker eingefasst ist. Man sollte vom Tee nicht nach links streuen, sonst lernt man schnell einige der Hausbewohner kennen, deren Objekte entlang dieser Bahn stehen. Anschließend warten zwei weitere Par 4. Das erste führt zu Beginn an einem Teich entlang, der die Bahn nach links begrenzt. Man sollte daher am besten links der gut sichtbaren Fairwaybunker auf der rechten Seite zielen. Bahn 7 kommt fast ohne Wasser aus, nur links vor dem Grün liegt ein kleiner Teich. Anspruchsvoller ist da das erhöhte und von Bunkern eingerahmte Grün, das zu allen Seiten hin am Rand abfällt. Bahn 8 (Par 3, 172 Yards) besticht durch seine ästhetische Gestaltung, bei der das Wasser fast bis an den Rand des Grüns reicht. Wasserphobiker können über einen schmalen Landstreifen rechts vorlegen und dann auf ihr kurzes Spiel vertrauen. Mit einem Par 5 geht es zum Clubhaus zurück, das Wasser links zu Beginn hat eher psychologische Bedeutung. Wichtiger ist es, den Ball auf dem Fairway zu halten, da beiderseits hohe Bäume die Bahn begrenzen. Auch die Bunkerlandschaft rechts vor sowie um das Grün herum kann zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen.


















































Vorbei am Clubhaus geht es auf den zweiten Teil der Runde. Die hinteren neun Bahnen steigern die Intensität und bieten einige der spektakulärsten Ausblicke des Resorts. An Bahn 10 droht links Ungemach durch Wasser und Out of Bounds, man sollte das Dogleg links daher besser über die rechte Seite beginnen. Das Grün wird vorne zusätzlich durch mächtige Bäume geschützt und zudem fast vollständig von Bunkern eingerahmt. Bahn 11 bringt ein riskantes Par 5, bei dem Wasser die linke Seite säumt. Ein mutiger zweiter Schlag kann auf dieser geraden Bahn ein Eagle ermöglichen, birgt aber hohes Risiko. Das folgende Par 3 ist das kürzere der beiden Par 3s auf den Back Nine. Reichlich Wasser zwischen den hinteren Abschlägen und dem Grün sorgt dafür, dass die Fahne auf einer Halbinsel steht und somit einen präzisen, hohen Teeshot erfordert, um mindestens das Par zu spielen. Weiter geht es mit einem Par 4das ebenfalls zu Beginn links Wasser ins Spiel bringt – und kurz vor dem Grün. Überhaupt: das langgezogene Grün mit seinen zahlreichen Bunkern zählt zu den schönsten Grünkomplexen der gesamten Runde. Da das langgezogene Grün zudem ungefähr im 45 Grad-Winkel vom Fairway ins Wasser ragt, muss der Schlag zur Fahne schnell zur Ruhe kommen. Auch Bahn 14 ist ein Par 4 und verläuft gerade in der Gegenrichtung zu Bahn 13 – eine Bahn zum Durchatmen. Bahn 15, ein Par 3 mit bis 215 Yards, gilt als eines der längsten und schwierigsten Par 3s im gesamten Coachella Valley. Es erfordert einen langen, präzisen Abschlag, der von den hinteren Teeboxen nahezu komplett über Wasser ausgeführt wird – nur rechts vor dem Grün öffnet sich ein kleiner Landebereich, der auch als Drop Zone dient. Herrlich ist hier auch der Blick vom Tee auf das Wasser, das Grün und die dahinter liegenden Berge – ein echtes Postkartenmotiv! Die Bahnen 16 und 17, jeweils Par 4s, sind bekannt für ihre „Drop Zones“, falls der Ball im Wasser landet. Sie verlangen absolute Konzentration beim Schlag in das Grün, da die Margen für Fehler minimal sind. An der 16 kommt das Wasser erst rund um die Fahne ins Spiel: das gesamte Grün wird durch einen Wasserring samt kleinem Wasserfall umgeben, der einen präzisen, hohen Schlag erfordert. Bahn 17 bringt das von der Vorbahn bekannte Wasser zunächst als Teich frontal und links ins Spiel, ein zweiter Teich begleitet die Golfer ebenfalls links bis zum Grün. Daher sollte man sich vom Tee eher etwas rechts halten. Zudem lauern erneut tiefe Bunker rund um das Grün. Die Abschlussbahn, zugleich die längste Bahn der gesamten Runde und ein Par 5, ist ein wahrer Test für Ausdauer und Taktik. Zwischen einer Palmen-Allee – links ist zudem Out of Bounds – geht es zunächst geradeaus. Erst im letzten Drittel dreht die Bahn nach rechts, eine Bunkerlandschaft auf der rechten Seite vor dem Grün sowie zahlreiche Bunker rund um das Grün erfordert Präzision bis zum letzten Schlag – und natürlich, da das Grün leicht nach links und nach vorne hängt, bis zum letzten Putt.
The Springs ist mehr als nur ein Golfplatz: es ist ein Lebensgefühl. Die Kombination aus den technischen Herausforderungen des Muirhead-Designs und der modernen Infrastruktur – inklusive eines 2021 renovierten Clubhauses, 46 Gemeinschaftspools und erstklassigen Tennis- sowie Pickleball-Anlagen – macht den Club zu einer der begehrtesten Adressen in Rancho Mirage. Durch die jüngsten Investitionen ist der Platz technisch auf dem neuesten Stand der Greenkeeping-Technologie, was ganzjährig optimale Spielbedingungen garantiert. Wer die Chance hat, hier aufzuteen, erlebt eine der besten Home Owners Associations der Region Palm Springs.






































