Die SkyBridge Michigan

Bild von Michael Althoff

Michael Althoff

Autor: Der Mann hinter dem Bericht

Nervenkitzel im Boyne Mountain Resort

Unmittelbar vor den Starterhäusern der beiden Golfplätze des Boyne Mountain Resorts im Norden Michigangs wartet eine weitere Attraktion: die SkyBridge Michigan. Hier kann man seine Schwindelfreiheit testen, denn das imposante Bauwerk ist exklusiv Fussgängern vorbehalten. Für einen kurzen Stop kann man  – vor allem außerhalb der Öffnungszeiten der Brücke – auf dem Weg zum ersten Tee der Plätze The Monument und The Alpine mit dem eigenen Golfcart halten, der klassische Weg für jedoch über einen eigenen Sessellift, der Besucher vom Resort fast bis zum Eingang der Attraktion bringt. Damit stimmt schon die Anreise auf das Schwebegespür ein: Der Hemlock Scenic Chairlift (ist, wie der Besuch, für Resortgäste oftmals im Aufenthalt inkludiert) bringt Besucher sanft auf den Gipfel von Peak 12. Oben angekommen, eröffnet sich ein imposantes Bauwerk der Superlative. Mit 366 Metern (1.203 Fuß) Länge gilt das Bauwerk als die weltweit längste Fußgänger-Hängebrücke in Holzrahmenbauweise. In rund 36 Metern Höhe schwingt sie sich elegant von Gipfel zu Gipfel über das Boyne Valley.

 

Ein sanftes Wippen begleitet jeden Schritt über die massive Konstruktion aus nordamerikanischer Douglasie und tonnenschweren Stahlseilen. Die Brücke ist breit genug gebaut, dass sich Gegenverkehr mühelos passieren kann – und doch erfordert die Mitte der Passage Nervenstärke: Hier wartet ein rund elf Meter langer Abschnitt mit einem transparenten Glasboden. Unter den Füßen geht es steil bergab direkt auf die Baumkronen und Skipisten des Resorts.

 

Wer den Blick wieder auf die Horizontlinie richtet, wird mit einer weitläufigen Aussicht belohnt. Das Panorama reicht über die dichten Wälder Nord-Michigans bis hin zum glitzernden Lake Charlevoix. Besonders spektakulär zeigt sich das Naturdrama im Frühherbst, wenn das Indian Summer-Laub das Tal in ein leuchtendes Meer aus Karminrot, Orange und Gold verwandelt. Aber auch im Winter, wenn die Skifahrer unter den eigenen Füßen durch den Pulverschnee gleiten und abends eine dezente Beleuchtung die Brücke illuminiert, entfaltet die Hängebrücke ihren ganz eigenen Reiz.

 

Nach dem Nervenkitzel auf den Planken lädt das Eagle’s Nest direkt an der Bergstation zu einer Rast ein. Bei kühlen Drinks oder heißen Getränken an den offenen Feuerstellen lässt sich das Höhenerlebnis mitten in den Wäldern Michigans entspannt abrunden.