Autor: Der Mann hinter dem Bericht
An der windgepeitschten Nordspitze der karibischen Trauminsel Saint Lucia ist eine Golfanlage entstanden, welche eine einzigartige Kombination aus Golfplatzdesign und Golferlebnis bietet. Auf einer rund 150 Hektar großen, zerklüfteten Halbinsel thront Cabot Saint Lucia – ein ultra-exklusives Resort- und Immobilienprojekt der kanadischen Cabot-Gruppe, dessen Herzstück, der Point Hardy Golf Club, sich binnen kürzester Zeit an die Weltspitze katapultiert hat. Es ist eine faszinierende Symbiose aus wilder, ungezähmter Atlantikküste und purer Luxuskultur. Anders als alle bisherigen Cabot-Projekte, die auch Gastspielern den Zugang ermöglichen, ist Cabot Saint Lucia bewusst als exklusiver Privatclub mit eigenem Beachclub und Immobilien konzipiert. In den Genuss einer Runde kommen aufgrund des Konzepts ausschließlich Mitglieder und deren Gäste. Mitte 2026 war das Clubhaus noch in Bau, auch der Bau der Villen und Häuser stand erst am Anfang. Man kann jedoch anhand der Grundstücksmarkierungen bereist heute erkennen, dass die Entwickler kein typisches Resortbild im Kopf haben, bei dem die Fairways von endlosen Häuserreihen gesäumt werden. Vielmehr werden auch die Immobilien sehr bewusst und als Einzelobjekte in die Landschaft integriert, so dass man davon ausgehen kann, dass die zahlreichen unvergleichlichen Ausblicke auf der Runde auch langfristig erhalten bleiben.
Als das renommierte Designer-Duo Bill Coore und Ben Crenshaw das vulkanische, von steilen Klippen und tiefen Tälern geprägte Gelände zum ersten Mal besichtigte, stand die Frage im Raum, ob hier überhaupt jemals ein spielbarer Golfplatz entstehen könnte. Die extreme Topographie forderte den Architekten und ihrem Team alles ab. Das Ergebnis gleicht einem landschaftlichen Kunstwerk: Die Spielbahnen schmiegen sich so organisch an die Felskanten, als wären sie über Jahrhunderte von der Natur selbst geformt worden. Dass dieses Vorhaben geglückt ist, belegen die internationalen Ranglisten. Renommierte Fachmagazine führen den Point Hardy Golf Club bereits fest in den Top 100 der besten Golfplätze der Welt. Insgesamt neun der 18 Löcher verlaufen direkt entlang des tosenden Atlantiks. Besonders die abschließenden Bahnen verlangen Spielern alles ab: Hier muss der Ball in spektakulären Schlägen über offene Meeresbuchten und felsige Abgründe hinweg auf dem Grün platziert werden. Kein Zweifel: die Schluss-Sequenz der Bahnen 14 bis 18 ist die beste, die unser Autor bisher auf mehr als 1.000 Anlagen weltweit erleben durfte. Cabot Saint Lucia ist jedoch weit mehr als nur eine sportliche Herausforderung; es ist ein geschlossenes Ökosystem des High-End-Tourismus. Der Zugang zum Point Hardy Golf Club ist stark reglementiert, da das Areal als Private Members Club konzipiert ist. Wie bei allen anderen Cabot-Anlagen verlässt sich der Betreiber nicht nur auf spektakuläres Golfplatzdesign: mindestens genau so wichtig ist das Erlebnis auf der Runde. So gibt es zur Begrüßung natürlich den typischen Cabot-Cookie. Da das Clubhaus Mitte 2026 noch nicht fertiggestellt war, fungiert ein umgebauter Container als Pro-Shop. An der Driving Range begrüßt eine Kaffee-Station die Gäste. Auf der Runde warten zwei Comfort Stations, die nicht nur großartige Snacks, sondern auch eigens kreierte Cocktails und Mocktails für die Golfer bereithalten – natürlich ergänzt um Smoothies, Softdrinks, Bier und mehr. Die Runde wird grundsätzlich per Golfcart absolviert, denn das Gelände ist durchaus hügelig. Allerdings sollte man nicht erwarten, an jeder Bahn dicht bis an die Abschläge oder das Grün heranfahren zu können, doch dazu später mehr. Zum Konzept gehören auch Caddies – und sie sind ein wesentlicher Teil des Erlebnisses. Anders als auch vielen Golfanlagen weltweit, auch in den Top 100, kommt es hier nicht auf möglichst viele Startzeiten pro Tag an, sondern auf das Erlebnis der für einen exklusiven Privatclub typischen, überschaubaren Startzeiten pro Tag. „Nice and easy“ lautet das Motto, wie unser großartiger Caddie Gabriel „Gabe“ immer wieder betonte – so kann man auch an den Comfort Stations etwas länger als beim normalen Halfway üblich verweilen, denn gerade am ersten Stop wartet von der Terrasse ein spektakulärer Ausblick auf die Anlage und die Küste. Pro Bahn bietet die Anlage fünf Teeboxen, wobei die hintersten, schwarzen Abschläge auf der Scorekarte nicht gelistet sind – ein Indiz dafür, dass man hier eher auf entspannte Runden von vorderen Abschlägen denn auf sportliche Höchstleistungen abzielt. Die verbleibenden vier Teeboxen, mit grün, silber, orange und blau gekennzeichnet, ergeben als Par 71 eine Gesamtlänge zwischen 3.553 und 6.275 Yards. Die nachfolgenden Längenangaben pro Bahn beziehen sich daher auf die grünen Abschläge als Referenz. Allerdings ist die pure Länge auf diesem Platz nur selten das entscheidende Kriterium, wichtiger ist es, die Bälle an der richtigen Stelle zu platzieren – und oft auch auf den Grüns schnell zum Halten zu bringen. Die Grüngeschwindigkeit lässt man mit rund 10 auf dem Stimpmeter noch recht moderat, aber man möchte bewusst vermeiden, dass die Grüns durch den stetigen Wind nur noch von Profis beherrschbar sind. Wie großartig Coore-Crenshaw diese 18 Spielbahnen in die Landschaft integriert haben, erkennt man am besten aus der Luft – vor allem an den Bahnen 7, 8 und 9 sowie 15 bis 18.


























Die Front Nine: Einmal bergauf und zurück
Das Designprinzip von Coore-Crenshaw im hügeligen Gelände rund um Point Hardy sieht sowohl auf den Front als auch den Back Nine vor, dass man den Großteil des Höhenunterschieds bereits mit der ersten Spielbahn überwindet. Das wird auch am bis zu 463 Yards langen Auftakt-Par 5 deutlich. Vom Abschlag geht es in sanftem Linksbogen spürbar bergauf. Vom Tee steht die erste Entscheidung an: soll man versuchen, den gut sichtbaren Graben im Bereich der Drivelandezone zu überspielen oder lieber davor ablegen und dann mit drei Schlägen die Fahne anspielen? Die meisten Golfer werden sich aufgrund des Höhenunterschieds eher auf die 3-Schläge-Strategie einstellen. Die Fairways sind nahezu überall üppig breit, der Ballverlust hält sich daher in Grenzen. Beim Lay-up sollte man zum einen die Fairwaybunker beiderseits meiden, zum anderen den Ball möglichst auf das Zwischenplateau vor dem Grün spielen, denn sonst rollt er gerne wieder den Abhang hinunter. Erst von einer Position auf Grünhöhe erkennt man, dass dieses zwei Ebenen umfasst und von rechts nach links abfällt. Da zudem mehrere Bunker das Grün einrahmen, sollte man vor allem darauf achten, dass die Annäherung auf dem Grün zur Ruhe kommt, danach wartet spannendes Putten. Oberhalb des ersten Grüns liegen die Abschläge der mit bis zu 452 Yard fast gleichlangen nächsten Bahn, die jedoch als Par 4 ausgelegt ist – denn nun verläuft das Gelände weitgehend eben. Die Bahn zieht sich in sanftem Linksbogen auf einem Hochplateau entlang, man sollte daher nicht zu weit nach links spielen. Da das Gelände zunächst in Richtung einer kleinen Senke abfällt und dann wieder zum Grün hin aufsteigt, sollte man sich am besten rechts des gut sichtbaren Fairwaybunkers links halten – und dafür aufgrund der Topographie links des rechten Fairwaybunkers anhalten. Das Grün ist an den linken Bahnrand versetzt, rechts wird des durch einen Hügel samt Steinwall begrenzt. Je weiter rechts daher der Abschlag liegt, umso wichtiger wird es, die Fahne hoch anzuspielen und den Ball schnell zur Ruhe kommen zu lassen – einfacher ist es, das Grün von der linken Seite aus anzuspielen. Man sollte nach dem Putten unbedingt noch den kleinen Weg hinter dem Grün entlangspazieren, denn von hier hat man eine herrliche Aussicht auf Bahn 15 und das Meer. Dann folgt bereits das zweite Par 5 mit bis zu 460 Yards, das nochmals leicht bergan führt. Das sanfte Dogleg rechts beginnt man am besten mit einem Teeshot links der Kante des Fairwaybunkers rechts, denn das nach links hängende Gelände lässt den Ball meist noch auf diese Seite rollen. Bleibt man zu kurz, muss beim nächsten Schlag der kleine Hügel auf der rechten Bahnseite überspielt werden. Das erhöhte Grün wird vorne durch einen Bunker mit hoher Kante geschützt, zudem fällt es von dort nach beiden Seiten ab – es kommt daher auch hier darauf an, möglichst die richtige Grünseite anzuspielen, um das Putten nicht zu herausfordernd werden zu lassen. Das erste Par 3 spielt sich über maximal 195 Yards, allerdings deutlich bergab. Das Grün ist schräg angelegt und fällt von links hinten nach rechts vorne ab. Wichtig ist es, die Bunker aus dem Spiel zu nehmen, dann hat man eine gute Chance, mit zwei Putts vom Grün zu gehen. Der Weg vom Grün führt dann ein paar Meter zurück, die erste Comfort Station wartet. Hier kann man nicht nur die bereits erwähnten herrlichen Speisen und Drinks genießen, sondern von der Terrasse aus auch die folgenden Bahnen studieren: der Blick schweift Richtung Meer über die Bahnen 5, 6 und 7 – man verheißt großes Golf bergab! Das bis zu 388 Yards lange Par 4 an Bahn 5 führt deutlich bergab. Vom Tee hält man am besten in Richtung des Fairwaybunkers links an, das Gelände hilft, den Ball nach rechts rollen zu lassen. Die Annäherung muss dann leicht bergauf nach rechts über einen Graben gespielt werden. Hier sollte man eher die rechte Grünseite anvisieren, denn links fällt das Gelände steil ab, zudem lauert dort ein mächtiger Bunker – und das Grün hängt ebenfalls deutlich nach links. Hinter dem Grün wartet der Abschlag der nächsten Bahn, einem bis zu 326 Yards kurzen Par 4. Wer Coore-Crenshaw-Designs kennt, weiß jedoch: kurz bedeutet nicht zwangsläufig auch einfach. So auch hier: das Gelände hängt gut sichtbar deutlich nach rechts, dort wird die Bahn durch einen Graben und danach ansteigendes Gelände begrenzt. Daher ist es wichtig, denn Teeshot links anzuhalten. Wer nicht gerade zu den Longhittern zählt, kann die Bunkerlandschaft links zur Ausrichtung nutzen. Je weiter rechts der Abschlag zur Ruhe kommt, umso größer ist der Höhenunterschied, der zum Grün zu überwinden ist – von links kann man die Fahne nahezu ebenerdig anspielen. Da das Grün nach vorne und etwas nach rechts abfällt, ist man versucht, eher den hinteren Bereich anzuspielen, doch Vorsicht: hinter dem Grün lauert das Meer. Dieses kommt auch bei den drei folgenden Bahnen ins Spiel, zunächst beim bis zu 115 Yards kurzen Par 3 an Bahn 7. Von den Standard-Abschlägen geht es minimal bergauf zum auf einen ins Meer hineinragenden Felsen platzierten Grün. Zudem gibt es einen Championship-Abschlag, für den man zunächst den Berg einige Meter hochklettert und dann auf ein leicht unterhalb gelegenes Grün spielt. An dieser Bahn gilt das alte Motto „Mitte Grün“, denn das langgezogene Grün grenzt seitlich und hinten an Bunker an, links und rechts lauert neben den Bunkern das Meer. Hinter dem Grün befindet sich dann der Championship-Abschlag zur achten Bahn, einem nur maximal 305 Yards langen Par 4. Die vorderen Abschläge befinden sich unterhalb des sechsten Grüns. Für alle hinteren Teeboxen gilt: es geht mehr oder weniger weit über das Meer Richtung Fairway – von ganz hinten als Dogleg links, von weiter vorne eher gerade. Zudem steigt das Gelände nach der Drivelandezone deutlich Richtung Fahne an, das Grün ist nach rechts versetzt und befindet sich auf einem Plateau zwischen Meer und Felsen. Auch die mächtigen Grünbunker links vor dem Grün sollte man nicht unterschätzen. In jedem Fall lohnt sich hier ein Blick vom Grün zurück Richtung Abschlag, um die Schönheit dieser Spielbahn nochmals zu genießen. Den Abschluss des ersten Teils bildet ein bis zu 138 Yards langes Par 3, das leicht bergab gespielt wird. Auch diese Bahn verläuft am Meer entlang. Das von mehreren Bunkern eingerahmte Grün wird von mehreren sanften Wellen durchzogen, zudem kommt hier besonders oft der Wind ins Spiel – ein toller Abschluss der ersten Runde, so dass man sich fragt, ob der zweite Teil der Runde das Erlebnis noch steigern kann.



































Die Back Nine beginnen mit einer Besonderheit: einem Par 4, das wahlweise auf zwei Grüns gespielt werden kann. Das ursprüngliche Design ist ein vor allem im zweiten Teil sehr stark ansteigendes Par 4 über bis zu 354 Yards als Dogleg rechts. Doch der starke Geländeanstieg führt auch schnell dazu, dass zu kurz gespielte Bälle den Hang wieder herunterrollen – und auch der Blick aufs Grün ist vom Fairway stark eingeschränkt. Daher wurde inzwischen links des Fairways ein zweites Grün gebaut – weniger steil im Anspiel, zudem näher am Tee und damit insgesamt einfacher zu spielen. Dennoch: wir empfehlen, das anspruchsvolle Originaldesign zu wählen – und vor allem bei der Annäherung lieber zwei statt einer Schlägerlänge mehr einzuplanen. Das folgende Par 4 spielt sich bis zu sagenhaften 493 Yards, verläuft aber leicht bergab und spielt sich entsprechend kürzer. Vom Tee des sanften Doglegs links sollte man sich rechts halten: so hält sich zum einen der Höhenverlust in Grenzen (die Bahn geht links in eine deutliche Senke, so dass man den Höhenverlust Richtung Grün wieder ausgleichen muss), zum anderen hängt das Gelände leicht nach links. Dann dreht das Gelände nach links – je nach Ballposition muss mehr oder weniger Höhenunterschied zum Grün überwunden werden, zudem fällt das Gelände direkt vor dem Grün deutlich ab. Auch links des Grüns lauert Ungemach, so dass man eher über rechts spielen sollte. Auf der linken Grünseite lauert zudem – bei der Annäherung kaum sichtbar – eine in das Grün integrierte Senke, die das Putten noch anspruchsvoller macht. Das folgende Par 4 mit bis zu 454 Yards verläuft ebenfalls leicht bergab durch eine Senke, auffällig ist das im Vergleich zu den übrigen Spielbahnen eher schmale Fairway. Das das Gelände erneut leicht nach links hängt, sollte man den Teeshot eher rechts anhalten. Mit etwas Glück nimmt der Ball reichlich Roll an, so dass nur ein kurzer Pitch ins Grün bleibt. Das leicht nach vorne hängende Grün fällt links neben dem Rand deutlich ab, rechts hinten lauert ein mächtiger Bunker, zudem begrenzen ein Baum und dichtes Rough die Bahn auf der rechten Seite – von daher ist Mitte Grün hier eine gute Strategie. Bahn 13 ist mit bis zu 451 Yards unwesentlich kürzer, beginnt jedoch mit einem blinden Teeshot. Da man nun in der Gegenrichtung zur vorherigen Bahn unterwegs ist, hängt das Gelände nach rechts und man sollte vom Abschlag links anhalten – nur nicht zu weit, sonst landet der Ball in dichtem Gebüsch. Spannend ist hier vor allem der Approach: rechts des Grüns lauert ein Bewässerungsteich, fast die gesamte Vorderseite ist durch einen Bunker geschützt. Hier muss man die Fahne entweder hoch anspielen oder links neben das Grün spielen, um dann mit einem Chip und Putt das Par zu retten. Danach wartet die zweite Comfort Station – man sollte diese nutzen, um nochmals frische Kräfte für das großartige Finale zu sammeln! Diese beginnt mit der schwierigsten Bahn der gesamten Runde, einem bis zu 590 Yards mächtigen Par 5. Vom Tee geht es zunächst mit einem blinden Teeshot bergauf – schafft es der Abschlag nicht bis auf oder über die Anhöhe, muss auch der zweite Schlag blind gespielt werden. Im zweiten Teil fällt das Gelände wieder ab und hängt nach rechts. Dort lauern am Rande Probleme, vor allem weil es immer stärker bergab Richtung Büschen und Meer geht. Daher sollte der Lay-up in jedem Fall über links gespielt werden. Auch der Schlag ins Grün ist anspruchsvoll: das auf einem Felsen über dem Meer liegende Grün grenzt rechts erst an Bunker, dann ans Meer, daher sollte man die Fahne eher über die linke Seite anspielen. Wer schon einmal Thracian Cliffs gespielt hat, wird an Bahn 15 schnell an Bahn 7 des Gary Player-Designs in Bulgarien erinnert. Zwar spielt sich das Par 4 nur über maximal 286 Yards, doch die haben es in sich. Von einem aufs Meer hinausgesetzten Abschlag geht es über Wasser zum deutlich höher gelegenen Fairway, das zudem im 45-Grad-Winkel zum Abschlag liegt. Hier sind Fade-Spieler klar im Vorteil – und man sollte seine Schlagweite kennen, um den richtigen Winkel zum Fairway zu finden. Dort angekommen, geht es Richtung Grün weiter bergauf. Insgesamt vier Bunker rahmen die Fahne ein, rechts lauert der Abgrund Richtung Meer, sodass man das Grün eher über links anspielen sollte. Nun heißt es „durchatmen und weiterspielen“, denn hinter dem Grün liegen direkt die Abschläge (außer orange und blau) des bis zu 148 Yards langen Par 3s an Bahn 16, für viele Golfer das Signature Hole der Runde. Über eine Bucht geht es von den erhöhten Abschlägen auf das ebenfalls erhöhte Grün, das erneut wunderbar auf einem Felsen platziert wurde. Das quer liegende, deutlich ondulierte und nach vorne hängende Grün grenzt vorne an zahlreiche Bunker, auch hinter dem Grün und rechts lauert Sand. Hier kommt es vor allem darauf an, den Ball sicher auf dem Kurzgemähten zu platzieren, doch selbst dann ist das Par keinesfalls sicher. Auf dem Weg vom Tee zum Grün passiert man den „Secret Beach“ – hier können Golfer eine Strandpause einlegen, oftmals gibt es dort sogar eine kleine Bar. Hinter dem sechzehnten Grün hat man vom Abschlag einen hohen Felsen erkannt. Mit Erreichen des letzten Par 3s an Bahn 17 mit bis zu 170 Yards erfährt man: an dessen Spitze befindet sich das Champions Tee der Bahn. Nimmt man die kleine Kletterpartie in Kauf, schlägt man nur leicht unterhalb des Grüns ab und kann die Fahne sehen. Der Weg dorthin führt jedoch über eine tiefe Schlucht und das Meer – angesichts des starken Winds nicht gerade einfach. Doch auch von den vorderen Abschlägen ist die Bahn anspruchsvoll: außer von blau geht es mit einem blinden Teeshot deutlich bergauf, rechts neben dem Grün lauert Wasser, links wird die Bahn durch Felsen begrenzt. Ein Glück, dass es auf dem Grünplateau eine Dropzone gibt… Auch das bis zu 487 Yards lange Par 5 an der Schlussbahn erfordert volle Konzentration. Will man das Grün des Doglegs rechts mit dem zweiten Schlag erreichen, sollte man sich vom Tee eher rechts anhalten – auch, wenn dort der Strand und das Meer lauern. Auch das deutlich nach rechts hängende Fairway unterstützt diese Richtung. Wer den Lay-up wählt, muss dann teilweise wieder leicht bergauf spielen und den Ball auf einer kleinen Landzunge nach dem Dogleg-Knick platzieren. Der Schlag ins Grün muss in jedem Fall hoch ausgeführt werden, da auch beim Lay-up das erneut auf einem Felsvorsprung platzierte Grün durch eine kleine Schlucht vom Fairway getrennt ist. Da das Grün von zahlreichen Bunkern eingerahmt wird, ist auch ein Bunkerschlag zum Abschluss nicht selten. Das leicht nach vorne geneigte Grün sorgt dafür, dass man zum Abschluss meist einen Putt bergauf hat. Ist der Ball ins Loch gefallen, kann man mit einem Drink (meist serviert in einer Kokosnuss mit dem Logo von Cabot Saint Lucia) auf den Sofas zwischen 9. und 18. Grün die Runde nochmals Revue passieren lassen.
Ein neues Kapitel für den Karibik-Tourismus
Mit dieser neuen Community haben Ben Cowan-Dewar und Mike Keiser nicht nur ein neues Golf-Flaggschiff für die Karibik etabliert, sondern auch das ohnehin schon hohe Cabot-Erlebnisniveau nochmals gesteigert. Trotz der teils abenteuerlichen und kurvenreichen Anreise über die Infrastruktur der Insel hat sich die Halbinsel zu einem absoluten Sehnsuchtsort für golfbegeisterte Kosmopoliten entwickelt. Es ist der gelungene Versuch, rohe, ungezähmte Natur mit dem obersten Segment des Luxustourismus zu verknüpfen – ein Projekt, das die Standards für ultra-private Golfcommunities weltweit nachhaltig verschiebt.










































