Autor: Der Mann hinter dem Bericht
Drehbuchautor Robert Thorogood wurde einst bei einem Drehbuch-Wettbewerb entdeckt – und landete mit als Autor und Executive Producer der britisch-franzözischen Fernsehserie „Death in Paradise“ gleich einen Quotenhit. Bis 2026 hat es die Serie auf stolze 15 Staffeln gebracht – und mit seiner Mischung aus Krimi und Comedy auch der Insel Guadeloupe zu neuer Bekanntheit verholfen. Wer die Serie nicht kennt: sie spielt auf der fiktiven Insel Sainte Marie, in deren Hauptort Honoré das Polizeihauptquartier unter dem lokalen Commissioner von einem Team aus örtlichen Polizisten und einem britischen Detective Inspector (inzwischen gab es insgesamt fünf verschiedene Darsteller und Charaktere) Mordfälle aufklärt. Geografisch wird Sainte Marie nahe Guadeloupe eingeordnet, denn immer wieder kommen die Nachbarinseln – auch Jamaika und Dominica – in der Serie ins Spiel. Tatsächlich steht hinter Sainte Marie der Westteil Guadeloupes, hinter dem Ort Honoré verbirgt sich der Ort Deshaies. Aber auch andere Orte Guadeloupes – vom kleinen Inselflughafen im Osten über den dort befindlichen Golfplatz Golf International de Saint Francois bis hin zu zahlreichen anderen Inselbereichen – kommen immer wieder als Drehorte ins Spiel. Hauptschauplatz ist jedoch die Region rund um Deshaies. Für Fans der Serie besonders angenehm: zumindest von außen kann man nahezu alle Drehorte besuchen, manche sind auch von innen zugänglich. Und die wesentlichen Orte der Handlung – das Polizeirevier, die Kirche, Catherine’s Bar und der Hafen von Sainte Marie – kann man sogar bequem zu Fuß erreichen. Wer jedoch auch die Strände, die – nicht zuletzt aufgrund der „Diensthütte“ des Inspectors – eine wichtige Rolle als Drehorte spielen, erkunden möchte, benötigt ein Taxi oder einen Mietwagen. Die wesentlichen Schauplätze der Handlungen sind:
Honoré Police Station
Die Polizeistation hat ihre Heimat im Pfarrhaus der Kirche St. Peter und Paul von Deshaies gefunden. Das weithin sichtbare Schild „Honoré Police“ bleibt inzwischen dauerhaft befestigt. Allerdings darf man – anders als vor einiger Zeit – selbst die kleine Terrasse und den Treppenaufgang zum Pfarrhaus nicht mehr betreten, es bleibt jedoch ein sehr guter Blick vom Parkplatz direkt vor dem Gebäude.
Kleiner Fun Fact: das tatsächliche Hauptquartier der Ortspolizei befindet sich an der Hauptstraße, spielt aber in der Serie keine Rolle. Es liegt links des Restaurants L’Amer, in dem einst Serienfigur Megan Talbot residierte.
Kirche St. Peter und Paul
Links der Polizeistation liegt die Kirche, welche auch heute noch regelmäßig für Messen genutzt wird.
Catherine’s Bar
Bei den „Rosenheim Cops“ ist es das „Times Square“, bei „Death in Paradise“ Catherine’s Bar: das inoffizielle Neben-Quartier der Polizei und zugleich häufiger Treffpunkt nach Feierabend. In den ersten Folgen wurden diese Szenen im Restaurant La Kaz an der Hauptstraße gedreht. Inzwischen ist man in das Le Madras umgezogen – das gleich zwei Zugänge aufweist. Soi können Gäste direkt von der Hauptstraße das Restaurant betreten, dort gibt es einige Tische im Innenbereich sowie die Bar. Nach hinten grenzt das Restaurant an eine kleine Straße entlang des Meers, dem zweiten Zugang. Direkt am Meer, also auf der gegenüber liegenden Straßenseite, liegt die aus vielen Szenen bekannte Terrasse, an der sich die Polizisten regelmäßig zum Feierabendbier oder zum Feiern treffen. Das häufig zu sehende Bier der Marke Etensel ist jedoch ein Fantasieprodukt der Produzenten – man trinkt hier entweder das bekannte Corsaire, da Guadeloupe ein französisches Überseegebiet ist, oder frisch vom Fass das lokale Lager Gwada. Natürlich kann man im Le Madras auch Essen – die Karte umfasst Fisch, Meerestiere und Fleisch. Uns hat die Atmosphäre sehr gut gefallen, vor allem die Plätze direkt am Meer auf der Terrasse sind großartig und sowohl das Preisniveau als auch der Service sind weit entfernt von „Starallüren“ aufgrund des Fernsehruhms – hier kann man tatsächlich den Tag wunderbar ausklingen lassen.
Die Strandhütte des Inspectors
Eines der Wahrzeichen der Serie ist die „Dienstwohnung“ der Inspektoren: eine Strandhütte, an einem herrlichen Strandabschnitt gelegen – samt der per Animation generierten grünen Echse Harry. Tatsächlich wird diese Hütte nur während der Dreharbeiten aufgebaut – und danach wieder eingelagert. Aufstellort ist der herrliche Strand „Plage de la Perla“, der von allen Drehort-Stränden am weitesten vom Ortszentrum entfernt ist.
Die Strände
Neben der Plage de la Perla kommen immer wieder Grande Anse sowie Cluny ins Bild – hier kann man herrlich baden, natürlich nicht ganz so menschenleer wie in den Filmszenen.
Der Hafen von Honoré
Natürlich liegt auch dieser in Deshaies, man kann den berühmten Steg von einem kleinen Parkplatz aus erwandern. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es einzwischen sogar einen Death in Paradise-Fanstore, der jedoch nur in der Hauptsaison geöffnet hat.
Das große Hotel am Strand
Unbestätigten Berichten zufolge wohnt die Filmcrew während der Dreharbeiten meist im Langley Resort Fort Royal – in einigen Folgen spielt das Hotel auch eine Rolle bei den Mordfällen. Am schönsten ist der Blick von einem Aussichtspunkt zwischen Deshaies und der Plage de la Perla – und natürlich kann man auch, Verfügbarkeiten vorbehalten, selbst in dem Hotel übernachten.
Weitere Drehorte
Die Liste der Drehorte lässt sich beliebig fortsetzen. Einige Szenen wurden im Botanischen Garten nahe Deshaies gedreht, andere wiederum bei einer Zuckerrohrfabrik. Wer die Region im Westen Guadeloupes erkundet, wird viele Stellen, Häuser und Straßenzüge entdecken, die man schon einmal in der Serie gesehen zu haben glaubt. Einzelne Szenen wurden auch im Osten der Insel gedreht: der kleine Inselflughafen von Sainte Marie ist naemlich nicht der internationale Flughafen von Pointe-A-Pitre, sondern das kleine Aérodrome de Saint-Francois ganz im Osten der Insel. Er grenzt auch an Golfplatz „Golf International de Saint-Francois“ an, der in Folge 2 der elften Staffel Schauplatz einer Golfrunde von Commissioner und Inspector ist – unter dem bezeichnenden Titel „A Double Bogey“. Dabei sind sie am Tee der zehnten Spielbahn zu sehen.

















































