Fleesensee, Schloßplatz

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Michael Althoff

Author: Der Mann hinter dem Bericht

Fleesensee, Schloßplatz

Der Schlossplatz ist der einzige Platz, der nicht am Clubhaus des Clubclubs Fleesensee liegt, sondern direkt hinter dem Schlosshotel. Nach der Übernahme des Resorts durch die 12.18.-Gruppe wurde der Platz aufwendig renoviert, insbesondere die Bunker wurden auf das Eco Bunker-System umgestellt. Nach seiner Wiedereröffnung präsentiert sich der Platz in ausgezeichnetem Zustand und ist eine Herausforderung für Golfer aller Spielstärken.

 

Zum Auftakt wartet ein schönes Par 4 mit zunehmend breitem Fairway, die ideale Bahn für den Einstieg. Man sollte den Annäherungsschlag jedoch nicht zu kurz lassen, da das Fairway vom Grün durch ein frontales Wasserhindernis getrennt WIRD. Bahn 2 ist schon anspruchsvoller und auch länger (bis knapp 400 Meter als Par 4), außerdem wird der Teeshot von weiss und gelb über Wasser ausgeführt. An der dritten Bahn wartet das erste, maximal 171 Meter lange Par 3. Rechts droht Out of Bounce, außerdem wird das Grün von vorne durch einen kleinen Bach sowie einen großen Grünbunker geschützt – also besser nicht zu kurz bleiben. Das knapp 500 Meter lange Par 5 an Bahn 4 verläuft S-förmig. Longhitter können das vor den Abschlägen gelegene Wasser überspielen, alle anderen sollten den Teeshot rechts Richtung Fairway anhalten, mit dem zweiten sicher über das Fairway-teilende Wasser spielen und schließlich mit dem dritten Schlag das Grün anvisieren. Das lange Par 4, Dogleg rechts, an der folgenden Bahn wirkt da schon schnell wie eine Erholung. Die sechste Bahn wirkt schnell wie ein Spiegelbild der 5, geht es nun im Dogleg doch nach links. Das Grün wird zu beiden Seiten durch einen großen Bunker verteidigt. Das folgende Par 5 ist das Signature Hole des Platzes. Longhitter können mit dem zweiten über das Wasserhindernis abkürzen und das rechts nach versetzte Grün angreifen. Sicherer ist meist, den zweiten das Fairway entlang zu spielen und dann mit dem dritten Schlag nach rechts Richtung Grün abzubiegen. Man sollte unbedingt auch einmal vom Grün zurück Richtung Abschlag schauen, denn aus dieser Richtung sieht die Bahn schnell noch schöner aus als vom Tee aus. Präzision ist am folgenden Par 3 mit maximal 162 Metern gefragt: links lauert Wasser, außerdem wird das Grün vorne und hinten durch Bunker bewacht. Das abschließende Par 4, Dogleg Links, der Front Nine spielt sich kürzer als die Länge vorgibt, da man vom Tee leicht bergab spielt. Wer mag, kann nun ein Halfway am Halfwayhaus genießen, denn der Platz ist klassisch Out und In designt, 

Weiter geht es mit einem Par 5 Dogleg Links. Rechts droht die Ausgrenze, außerdem warten zahlreiche Fairwaybunker auf die Abschläge. Bahn 11 bietet vom Tee eine sehr schöne Aussicht auf die nach unten abfallende Bahn – und das große Wasserhindernis im Knick dieses Doglegs rechts. Bleibt der Teeshot zu kurz, muss der Annäherungsschlag daher über weite Strecken über das Wasser gespielt werden. Wasser ist auch am following, langen Par 4 vom Tee ein Thema, denn zu weit rechts angehaltene Abschläge laden schnell im Nassen. Das deutlich kürzere Dogleg links an Bahn 13 erfordert vor allem einen genauen Teeshot, wartet doch zahlreiche Bunker in direkter Linie zwischen Abschlag und Grün auf die Bälle. Beim folgenden, bis zu knapp 170 Meter langen Par 3 heißt es wieder „Mind the Water“, denn das Grün wird nach vorne durch einen kleinen See geschützt. An der 15. Stelle wartet das letzte Par 5 der Runde, mit bis zu 507 Metern als leichtes Dogleg rechts nicht zu unterschätzen. Auch wenn der Weg über rechts etwas kürzer ist, sollte man den Teeshot eher an der linken Fairwayseite ausrichten und so das lange, seitliche Wasserhindernis (das sich bis zum Grün durchzieht) aus dem Spiel nehmen. Auch die 16 ist ein Dogleg rechts, allerdings als kurzes Par 4. Mutige can versuchen, das Grün direkt vom Tee anzuspielen. Da zwischen Fairway und Grün jedoch frontales Wasser liegt und außerdem drei große Bunker das Grün umranden, sind zwei mittlere Eisen oft der sicherere Weg zum Par. Das abschließende Par 3 an Bahn 17 wird auf der gesamten rechten Seite durch Wasser begrenzt, man sollte daher eher die Mitte bis linke Grünhälfte anvisieren. Zum Abschluss geht es dann mit einem langen Par 4 bergauf zurück zum Schloss. Hat man auch noch Gegenwind, spielt sich diese Bahn häufig eher wie ein Par 5. Vom Tee gilt es, vor allem die Fairwaybunker aus dem Spiel zu nehmen. Die Annäherung des deutlich höher liegenden Grüns erfordert meist 1-2 Eisen mehr, außerdem sollte man die linke Seite mit ihren zahlreichen Bunkern meiden. Durch den Schlosspark geht es dann zurück zum Schlosshotel, wo man bei schönem Wetter die Runde bei einem Drink oder bei Kaffee und Kuchen erneut auf der Terrasse Revue passieren lassen kann.