Golf Club Wörthsee

Bild von Michael Althoff

Michael Althoff

Autor: Der Mann hinter dem Bericht

Traumgolf im Fünf-Seen-Land

Nur wenige Kilometer westlich von München, eingebettet in die reizvolle Landschaft des Fünf-Seen-Landes, zählt der Golf Club Wörthsee zu den renommiertesten Adressen des deutschen Golfsports. Die 18-Loch-Meisterschaftsanlage auf Gut Schluifeld wurde 1982 von Golfplatzarchitekt Kurt Rossknecht entworfen und verbindet sportlichen Anspruch mit einem eindrucksvollen Naturerlebnis. Jahrhundertalte Eichen- und Tannenbestände sowie die typischen Birkenhaine des Schluifelder Moores prägen das Bild der Anlage. Der Platz war mehrfach Austragungsort großer internationaler Events, unter anderem der Berenberg Masters und der Ladies German Open. Der Par-72-Platz präsentiert sich offen und fair, fordert jedoch präzises Course Management. Strategisch platzierte Bunker und Wasserhindernisse sorgen dafür, dass auch erfahrene Golfer konzentriert bleiben müssen. Mit vier gerateten Teeboxen spielt sich die Runde zwischen 5.275 und 6.310 Metern als Par 72.

 

Das Auftakt-Par 5 mit bis zu 441 Metern ist ein sanftes Dogleg rechts. Wer das Grün in zwei Schlägen erreichen möchte, hält sich am besten links der Bäume auf der rechten Seite – und spielt vom Tee über Wasser oder einen ausgeprägten Fade. Das leicht erhöhte Grün ist nochmals nach links versetzt, so dass die Bahn fast wie ein Doppel-Dogleg wirkt. Zwei Bunker vorne verteidigen die Fahne zusätzlich. Dann folgt das erste Par 3 – und mit ihm kommt reichlich Wasser ins Spiel. Die bis zu 178 Meter lange Bahn grenzt rechts an Wasser, das bis zur Grünmitte hineinragt. Vor allem wenn die Fahne rechts gesteckt ist, benötigt man daher einen hohen Abschlag – sonst ist links die etwas sicherere Seite. Auch das Grün hängt Richtung Wasser, sowohl nach links als auch nach vorne. Bahn 3 bringt ein bis zu 398 Meter mächtiges Par 4. Zwar sieht man rechts den von der vorherigen Bahn bekannten Teich, er sollte jedoch nicht ins Spiel kommen. Stattdessen geht es über eine kleine Senke hinweg leicht bergauf und rechts. Das Grün grenzt nicht nur an zwei Bunker, sondern wird im Halbkreis von dichten Büschen und Bäumen eingerahmt. Das zweite Par 3 misst kurze 148 Meter im Maximum und über einen mächtigen Grünbunker vorne zum nach links hängenden Grün – auch hier wird ein hoher Schlag benötigt, um den Bunker zu überspielen. Dann folgt ein 90 Grad Dogleg rechts als Par 4 mit bis zu 396 Metern. Am besten spielt man den Ball vom Tee in den Knick, um dann mit einem langen zweiten Schlag zum Grün zu spielen. Dieses wird links durch einen hohen Baum begrenzt und seitlich zudem durch zwei Bunker geschützt. Bleibt der Teeshot zu kurz, muss man meist nochmals nach links vorlegen, da hohe Bäume den direkten Weg zur Fahne blockieren. Das zweite Par 5 an Bahn 6 ist die längste Bahn der gesamten Runde. Bis zu 515 Meter geht es bei diesem Doppel-Dogleg Richtung Fahne. Während Longhitter über die Bäume links abkürzen können, spielen Normalgolfer den Ball zunächst gerade in Richtung der gut sichtbaren Fairwaybunker. Dann dreht die Richtung nach links und man sollte den Lay-up auch auf dieser Seite platzieren – liegt er rechts, müssen hohe Bäume auf dem Weg zum Grün überspielt werden. Das nach links vorne hängende Grün wird zudem rechts durch einen großen Bunker geschützt. Weiter geht es mit einem nur bis zu 331 Meter kurzen Par 4, einem Dogleg rechts. Wer den Abschlag gerade oder leicht rechts auf Höhe des Knicks platziert, hat freie Bahn Richtung Fahne und eine gute Chance aufs Birdie oder Par. Bahn 8, ebenfalls ein Par 4, ist mit bis zu 399 Metern deutlich länger. Direkt vor den hinteren Teeboxen liegt ein kleiner Teich. Man sollte den Teeshot möglichst nach links spielen. Rechts kommt das dichte Rough früher ins Spiel, doch auch links droht Ungemach durch Wasser, das mit einem weiteren kleinen Teich rechts das Grün vom Fairway trennt. Kein Wunder, dass diese Bahn als schwerste der gesamten Runde gilt. Zum Abschluss der Front Nine wartet nochmals ein mit bis zu 277 Metern kurzes Par 4, bei dem man links das Wasser beachten sollte und daher besser über die rechte Seite beginnt. Auf dem Weg zur Fahne gilt es, gleich mehrere große Bunker rund ums Grün zu überspielen.

Links des Clubhauses beginnen die Back Nine – aus unserer Sicht noch ein wenig reizvoller, aber auch schwieriger.  Besonders die Bahnen 10 bis 12 genießen unter Mitgliedern und Gästen einen legendären Ruf: Das sogenannte „Bermudadreieck“ mit seinen markanten Wasserflächen kann jeden Score entscheidend beeinflussen. Bahn 10 ist ein bis zu 369 Meter langes Par 4 als Dogleg rechts. Man sollte vom Tee möglichst die gesamte Bahnlänge geradeaus nutzen, denn so muss die Annäherung über wenig Wasser gespielt werden. Je kürzer der Teeshot, umso mehr Wasser gilt es zu überspielen – oder man legt nochmals über links vor. Das Grün wird frontal durch Wasser vom Fairway getrennt, ein mächtiger Baum links ist vor allem dann zu beachten, wenn die Fahne links gesteckt ist. Zudem hängt das Grün nach vorne Richtung feuchtem Element. Auch das folgende, bis zu 177 Meter lange Par 3 bringt reichlich Wasser. Wer die Fahne vom Tee anspielen möchte, muss über Wasser spielen. Nur links des Grüns gibt es einen kleinen Fairwaystreifen, so benötigt man dann mindestens zwei Schläge, um das Grün zu erreichen. Das leicht nach rechts und vorne hängende Grün ist quer zur Spielrichtung angelegt, man benötigt somit einen Schlag, der den Ball schnell zur Ruhe kommen lässt. Von den hinteren Tees des folgenden, bis zu 491 Meter langen Par 5s muss der Teich der vorherigen Bahn direkt überspielt werden. Kritischer sind jedoch die mächtigen Bäume rechts, welche die Golfer dazu zwingen, entweder einen Fade zu spielen oder vom Tee auf die linke Bahnseite als Landezone auszuweichen. Auch im Knick des Doglegs rechts lauert ein weiterer Teich. Auf dem Weg zum erhöhten Grün sind zudem zwei Bunker zu beachten – ein Bahn, die vor allem Präzision verlangt, hier darf der Driver ruhig einmal im Bag bleiben. Dann folgt bereits das letzte Par 3 mit maximal 195 Metern. Hier dominiert die Länge, es kommt somit darauf an, den Ball vom Tee aufs Grün zu bringen, der Rest ist Putten. Bahn 14 bringt ein bis zu 343 Meter langes Par 4, das trotz der Kürze fast schon ein Doppel-Dogleg ist. Vom Tee geht es zunächst geradeaus, dann dreht die Bahn deutlich nach links. Bleibt man vom Tee zu kurz, muss man meist nochmals über rechts vorlegen, bevor man das deutlich erhöhte und nochmals leicht nach rechts versetzte Grün anspielen kann. Dabei sollte man vor allem auf den Grünbunker auf der rechten Seite achten. Weiter geht es mit dem letzten Par 5, das sich in sanfter S-Kurve über bis zu 511 Meter vom Abschlag zur Fahne zieht. Vom Tee sollte man sich links des gut sichtbaren, hohen Baums auf der rechten Fairwayseite halten. Rechts des Baums lauert, vom Tee kaum zu erkennen, auch ein kleiner Teich. Den Lay-up spielt man dann besser über rechts, bevor es zum nach links vorne hängenden und durch zwei Bunker verteidigten Grün geht. Den Abschluss bilden drei Par 4. An der 16 spielt sich dieses über bis zu 361 Meter als Dogleg links. Vom Tee geht es erst sanft bergab, dann steigt das Gelände wieder etwas an. Am besten zielt man links des gut sichtbaren Fairwaybunkers rechts. Bleibt der Teeshot zu kurz, hat man auf der linken Seite hohe Bäume zu überspielen – dann ist es oft besser, nochmals über rechts vorzulegen. Der Bunker rechts vor dem Grün kommt nur ins Spiel, wenn der Approach verzogen wird. Weiter geht es über bis zu 377 Meter, im zweiten Teil dreht die Bahn ganz leicht nach links. Zudem geht es dann leicht bergauf, das Fairway hängt nach rechts. Daher sollte man vom Tee direkt rechts neben die gut sichtbaren Fairwaybunker links zielen. Beim Schlag zur Fahne wartet der hohe Solitärbaum rechts auf zu weit nach rechts gespielte Schläge, zwischen Baum und Grün lauert zudem ein Bunker. Ebenfalls zu beachten: das Grün hängt deutlich nach vorne. Den Abschluss der Runde bildet eine ebenfalls leicht nach links drehende Bahn über maximal 403 Meter. Im ersten Teil geht es vom Tee zunächst bergab, dann steigt das Gelände wieder an. Aufgrund der Drehung sollte man sich vom Tee leicht rechts halten – aber nicht zu sehr, denn dort lauert erneut ein einzelner Baum mit angrenzendem Teich. Rollt der Ball hingegen das leicht hängende Fairway nach links hinunter, versperren die Bäume dort den direkten Weg Richtung Grün. Gleich mehrere Bunker rahmen das deutlich ondulierte, nach vorne abfallende Grün ein. Besonders tückisch ist der tiefe Bunker links mit seiner hochgezogenen Kante – ein würdiger, aber auch anspruchsvoller Abschluss einer herrlichen Golfrunde.

 

Der hervorragende Pflegezustand der Fairways und die schnellen Grüns unterstreichen den Qualitätsanspruch des Clubs, der zu den Gründungsmitgliedern der Leading Golf Courses of Germany zählt. Ergänzt wird das Angebot durch einen anspruchsvollen 6-Loch-Kurzplatz sowie moderne Trainingsmöglichkeiten mit TrackMan-Technologie. Einen Besuch wert ist in jedem Fall auch die Clubgastronomie, das in Familienbesitz befindliche Jaegers. Hier erwartet die Gäste exzellenter Service in Kombination mit schmackhaften Speisen. An warmen Tagen wird die Außenküche genutzt und den Gästen ein hervorragendes BBQ geboten – hier kann man nach der Runde wunderbar entspannen und die Eindrücke nochmals auf sich wirken lassen. Wer den Golf Club Wörthsee besucht, findet nicht nur einen sportlich reizvollen Platz, sondern auch eine Anlage, die Natur, Tradition und moderne Infrastruktur überzeugend miteinander verbindet und durch die Gastronomie abrundet – ein Ziel, das ambitionierte Golfer ebenso anspricht wie Genießer einer entspannten Runde.