Autor: Der Mann hinter dem Bericht
Der Golfclub Ulm e.V. im idyllischen Illerrieden-Wochenau bietet Golfern eine harmonische Symbiose aus sportlicher Herausforderung und unberührter Natur. Die traditionsreiche 18-Loch-Anlage, die sich elegant in die sanfte Landschaft nahe der Donau einfügt, gilt unter Kennern als einer der schönsten Parkland-Kurse der Region. Seit vielen Jahren ist die Anlage zudem Mitglied der Leading Golf Clubs of Germany. Geprägt durch einen jahrzehntealten, majestätischen Baumbestand und sorgsam gepflegte Fairways fordert der Platz Spieler aller Handicap-Klassen heraus. Taktische Finesse ist hier oft wichtiger als pure Länge: Präzise Abschläge und ein kluges Course Management sind auf den strategisch platzierten Bahnen unerlässlich, um die schnellen Grüns erfolgreich anzuspielen. Golfer haben die Wahl zwischen vier verschiedenen Teeboxen pro Bahn, die Gesamtlänge des Par 72-Platzes liegt zwischen 5.179 und 6.101 Metern.
Die ersten Neun bestechen durch die Kombination aus großzügiger Linienführung und dennoch oft engen Fairways – wer hier das Rough trifft, sollte besser einen neuen Ball einsetzen. Den Auftakt bildet ein nur maximal 262 Meter langes, gerades Par 4. Von den erhöhten Abschlägen hat man einen guten Blick auf die Bahn, wer zum Driver greift, sollte auf die Fairwaybunker achten, welche die Bahn queren. Einfacher ist es, mit einem langen oder mittleren Eisen zu beginnen. Das leicht erhöhte Grün wird vorne links durch einen Bunker verteidigt. Zudem merkt man: die Grüns sind sanft onduliert und erfordern ein sorgfältiges Lesen der Puttlinie. Bahn 2 bringt direkt das erste Par 5 mit maximal 494 Metern Länge. Die hinteren Abschläge sind nach links in den Wald versetzt – Drawspieler sind hier im Vorteil. Von diesen Abschlägen zielt man am besten links der gut sichtbaren, hohen Baumgruppe auf der rechten Fairwayseite – aber Achtung: rund um den Baum liegt ein Biotop. Den Lay-up sollte man eher rechts anhalten, denn links versperren einige hohe Bäume entlang des Fairways sonst gerne den direkten Weg zur Fahne. Das leicht nach links hängende Grün wird zudem auf der rechten Seite durch einen Bunker verteidigt, so dass man die Fahne eher hoch anspielen sollte. Dann folgt die schwierigste Bahn der Runde, ein bis zu 414 Meter langes Par 4. Wer das Grün mit zwei Schlägen erreichen möchte, kommt wohl kaum um den Driver oder zumindest das Holz 3 herum – doch vom Tee geht es eng zwischen dichtem Baumbestand auf beiden Seiten des Fairways los. Das Wasserhindernis links hat eher psychologische Bedeutung. Die zweite Herausforderung: im letzten Teil dreht die Bahn deutlich nach links. Bleibt der Teeshot zu kurz, versperrt eine Baum- und Strauchgruppe links vor dem Grün oft den direkten Weg und man muss nochmals über die rechte Seite vorlegen. Zudem lauert neben der Natur noch ein Bunker. Auch das Grün wird durch einen Bunker verteidigt, der links platziert wurde, so dass man das Grün ohnehin eher über die rechte Seite anspielen sollte. Dann folgt das erste, maximal 175 Meter lange Par 3, das in der Gegenrichtung zur vorherigen Spielbahn verläuft. Drawspieler sollten auf den dichten Bewuchs rechts des Fairways achten, aber auch für Slicer bieten die einzelnen, hohen Bäume links eine zusätzliche Herausforderung. Das Grün hängt leicht nach vorne – hier gilt es, den Teeshot aufs Grün zu bringen und dann mit zwei Putts das Par zu sichern. Das folgende Par 4 ist zwar nur maximal 336 Meter lang, beginnt aber mit einem Teeshot, der Augustas Bahn 18 zur Ehre gereicht: Von allen Teeboxen muss man durch eine enge Gasse zwischen hohem Bewuchs durchspielen. In der Drivelandezone lauert dann links seitliches Wasser, rechts zieren weiterhin Bäume den Weg. Wer hier gerade spielt, ist eindeutig im Vorteil. Das leicht erhöhte und nach links hängende Grün ist zudem nach links versetzt, so dass auch der Approach keineswegs einfach ist – ein schönes Beispiel dafür, dass kurze Bahnen nicht unbedingt leichte Bahnen sind. Weiter geht es mit einem bis zu 371 Meter langen Par 4, das sich in sanftem Rechtsbogen Richtung Grün zieht. Wer nochmals einen Lay-up spielt, sollte auf das quer verlaufende Wasser vor dem Grün achten. Beim folgenden, bis zu 477 Meter langen Par 4, wird die Bahn in Richtung Drivelandezone immer schmaler. Man sollte möglichst die linke Bahnseite anspielen, denn dort kommt der Wald immer näher an das schmaler werdende Fairway. Der Lay-up wird dann entlang eines engen Fairways gespielt, bevor das Gelände kurz vor dem Grün wieder etwas weiter wird. Zwei Grünbunker und die gut sichtbare Neigung nach links sorgen dafür, dass auch der Approach und das Putten Präzision erfordern. Dann folgt ein bis zu 344 Meter langes, gerades Par 4, das sich jedoch bergauf und damit länger spielt. Vom Tee kommt es darauf an, den Ball erneut möglichst in der Bahnmitte zu halten. Links lauert ein Fairwaybunker, rechts können einige Bäume beim Schlag Richtung Fahne im Weg sein. Das wie ein kleines Plateau wirkende Grün wird rechts von einem Bunker begrenzt, man sollte hier unbedingt den Höhenunterschied bei der Schlägerwahl berücksichtigen. Der erste Teil der Runde endet mit einem wunderschönen Par 3 über maximal stolze 205 Meter. Aus der Ferne kaum erkennbar: das Grün wird fast vollständig durch Wasser eingerahmt, das wiederum an dichten Bewuchs grenzt. Hier benötigt man nicht nur einen langen, sondern möglichst auch hohen Teeshot, denn Richtung Grün gibt es nur eine schmale Landzunge. Wer aufgrund der Länge lieber vorlegt, sollte den Abschlag leicht nach rechts spielen und so das Wasser auf der linken Grünseite aus dem Spiel nehmen.





































Die Back Nine verlangen mit geschickt integrierten Wasserhindernissen und weiteren engen Passagen höchste Konzentration. Vorbei am Clubhaus geht es erneut mit einem nur bis zu 287 Meter kurzen Par 4 los. Richtung Grün steigt das Gelände leicht an, zudem ist das Grün nach links versetzt. Das Fairway hängt gut sichtbar nach rechts, man sollte daher den Teeshot mittig spielen, da das Gelände ihn meist nach rechts rollen lässt und man so einen guten Winkel zur Fahne hat. Zudem sollte man beachten, dass links die Ausgrenze die Bahn begrenzt. Das folgende, bis zu 484 Meter lange Par 4 beginnt von deutlich erhöhten Abschlägen und ist als Dogleg rechts ausgelegt. Die Tücke: je nach Schlaglänge muss man vom Tee entweder dicht an den Bäumen und Büschen links vorbei auf die linke Fairwayseite vorlegen – oder man ist Longhitter und versucht, den Ball geradeaus über die hohen und dichten Bäume zu spielen. Wer das Grün mit zwei Schlägen erreichen möchte, muss letztgenannte Variante wählen. Auch im zweiten Teil begrenzen zahlreiche Büsche und Bäume die Bahn, bevor man das nach vorne hängende und vorne durch zwei Bunker begrenzte Grün erreicht. Hinter dem Grün lauert die Ausgrenze. Diese kommt, nun links, auch beim bis zu 158 Meter kurzen Par 3 an Bahn 12 ins Spiel. Vom Tee geht es über eine kleine Senke Richtung Fahne, links gilt es einen Grünbunker zu beachten, zudem hängt das Grün nach rechts. Dann folgt ein bis zu 398 Meter langes Par 4, die schwierigste Bahn der Back Nine. Vom hinteren Tee muss man den Ball zwischen hohen Bäumen spielen, vor allem der Baum rechts kann schnell ins Spiel kommen. Von den vorderen Teeboxen ist der Abschlag etwas einfacher. Idealerweise sollte man den Teeshot links des gut sichtbaren, hohen Baums Mitte Fairway spielen – liegt der Ball rechts, versperren Bäume oft den direkten Weg zum Grün. Nach dem Knick des Doglegs links kommen allerdings auf der linken Seite Bäume ins Spiel – oft legen Golfer daher nochmals über die rechte Seite vor. Auch das Grün ist leicht nach links versetzt und fällt nach rechts ab, vorne lauert ein Bunker. Bahn 14 fällt mit maximal 308 Metern als Par 4 wieder deutlich kürzer aus. Man sollte daher einen Schläger wählen, um den Ball sicher in Spiel zu bringen und dann den Approach hoch Richtung Fahne spielen, da mehrere Bunker rund um das Grün lauern. Weiter geht es mit einem Dogleg links, einem bis zu 529 Meter langen Par 5, der längsten Bahn der gesamten Runde. Man sollte den Abschlag leicht rechts anhalten, damit man den Lay-up gut durch den Knick spielen kann. Beim zweiten Schlag muss man zudem den Wassergraben beachten, der in der Landezone das Fairway quert (oder man überspielt ihn mit dem zweiten Schlag). Das vorne durch zwei Bunker begrenzte Grün hängt leicht nach rechts, das Grün ist nicht allzu stark onduliert. Weiter geht es mit einem maximal 314 Meter kurzen Par 4, ebenfalls ein Dogleg links. Da der Knick jedoch recht spät einsetzt und links dichter Bewuchs die Bahn begrenzt, sollte man dennoch einen lange Teeshot spielen, am besten direkt rechts des gut sichtbaren Fairwaybunkers auf der linken Seite. Dann dreht die Richtung nach links, je nach Länge des Teeshots muss der Fairwaybunker überspielt werden. Links des Grüns lauert ein weiterer Bunker, zudem hängt das Grün von links hinten nach rechts vorne. Das letzte Par 3 misst bis zu 171 Meter. Durch eine kleine Schneise geht es Richtung Fahne, zwei Bodenwellen führen Richtung Grün. Bunker links und rechts lassen nur eine schmale Gasse für flach gespielt Bälle, zudem hängt das Grün nach rechts. Auf dem Weg vom 17. Grün zum letzten Abschlag kommt man an einem weiteren Biotop vorbei, hier wachsen vor allem im Frühjahr manchmal auch heimische Orchideenarten. Der Teeshot an diesem bis zu 375 Meter langen Par 4 muss über das Biotop hinweg ausgeführt werden, die Drivelandezone ist ungewöhnlich breit. Obwohl rechts die Ausgrenze lauert, sollte man eher diese Seite anspielen, denn im zweiten Teil wird die Bahn deutlich schmaler, da von links hohe Bäume das Fairway verschmälern. Auch das Grün ist leicht nach links versetzt und liegt bergauf. Wer die rechte Grünseite anspielen möchte, sollte auf den Bunker direkt neben dem Grün achten – ein toller Abschluss einer großartigen Runde.
Neben dem sportlichen Anspruch zeichnet sich der Club durch seine herzliche Atmosphäre und gelebte Gastfreundschaft aus. Die erstklassigen Übungsanlagen mit großzügiger Driving Range bieten ideale Bedingungen für das Training. Nach der Runde lädt die Terrasse des Clubhauses dazu ein, den Tag bei anspruchsvoller Kulinarik und einem weiten Panoramablick entspannt ausklingen zu lassen. Ob ambitionierter Turnierspieler oder genussvoller Freizeitgolfer – der Golfclub Ulm ist ein absolutes Must-Visit für alle, die das Spiel in seiner puren, eleganten Form erleben möchten.











































