Hidden Coves 

Bild von Michael Althoff

Michael Althoff

Autor: Der Mann hinter dem Bericht

Somabay’s neuer, nachhaltiger Golfplatz

Mit dem Gary Player Championship Course verfügt Somabay Golf bereits über einen der besten Plätze Afrikas. Dennoch: für manchen Durchschnittsgolfer ist der Platz sehr fordernd und kein typischer Resortcourse. Daher baut Somabay Golf aktuell einen weiteren 18-Loch-Platz: Hidden Coves. Der von Tim Lobb und seinem Team konzipierte Platz wurde von Beginn an nach strengen Nachhaltigkeitskriterien entworfen, schließlich ist Somabay Golf GEO-zertifiziert. Ziel des neuen Platzes war es, neben zusätzlichen Spielmöglichkeiten für Resortgäste und Gastspieler vor allem einen etwas leichteren, aber nicht minder schönen Platz zu gestalten. So kommt bei Hidden Coves die Berglandschaft im Landesinneren deutlich häufiger als Hintergrund zur Geltung, doch auch das Meer kommt an den Bahnen 12 bis 17 wunderbar ins Spiel. Und natürlich gibt es – vor allem an der Schlussbahn – auch Wasser. Was viele Golfer überraschen mag: der große Teich an Bahn 18 wurde nicht ausgehoben, sondern der Aushub der umliegenden Baumaßnahmen wurde dafür genutzt, das gesamte Golfplatzgelände aufzufüllen und den Platz so nach oben zu heben. Auch die namensgebenden „Coves“ wurden auf diese Weise gestaltet. Nach Fertigstellung soll der Platz über 18 Spielbahnen gerade einmal neun Bunker haben, auch dies wird viele Golfer freuen. Im März 2026 waren die Back Nine bereits geöffnet, die Front Nine und das Clubhaus sollen bis Ende 2026/Anfang 2027 folgen. Die bereits nutzbaren Spielbahnen bieten jeweils vier geratete Abschläge und spielen sich über eine Gesamtlänge zwischen 1.994 und 3.053 Yards als Par 35. Dies unterstreicht, dass Hidden Coves deutlich stärker auf Freizeitgolfer ausgerichtet ist als der ambitionierte Championship Course. Das zeigt sich auf bei der Wahl der Grassorte: hier wird auf das inzwischen in Regionen mit Wüstenklima weit verbreitete Pure Dynasty Paspalum gesetzt.

 

Die Back Nine beginnen mit einem bis zu 387 Yards langen Par 4. Teil des nachhaltigen Designs von Lobb ist, dass die Grasflächen bewusst reduziert zum Einsatz kommen und viele Bereiche als Waste Area ins Spiel kommen. Vom Tee erkennt man, dass sich die Drivelandezone mit zunehmender Weite verengt, zudem hängt das Fairway leicht nach rechts. Richtung Grün geht es dann leicht bergauf – und tatsächlich: Grünbunker sucht man vergeblich, doch das ondulierte und nach vorne abfallende Grün erfordert dennoch konzentriertes Putten. Weiter geht es mit dem einzigen Par 5 der Back Nine über maximal 568 Yards. Das leichte Dogleg links führt über eine Waste Area auf ein von Palmen gesäumtes, leicht nach links hängendes Fairway. Die Palmkronen zeigen, dass der Wind hier durchaus heftig und regelmäßig von links weht, man sollte daher den Abschlag ebenfalls leicht links anhalten. Im zweiten Teil steigt die Bahn leicht an, das Fairway dreht sanft nach rechts, so dass man den Lay-up ebenfalls rechts anhalten sollte. Dann geht es zum deutlich nach links versetzten, erhöhten Grün. Rechts vor dem Grün liegt einer der wenigen Bunker, zudem können die bepflanzten Hügel einen hohen Schlag zur Fahne verlangen. Der Abschlag an Bahn 12, dem ersten Par 3 mit bis zu 205 Yards, wird ebenfalls stark durch Wind beeinflusst, spielt man nun doch direkt auf das Rote Meer zu. Rechts neben dem Grün sowie hinter dem Grün lauern Bunker, zudem hängt das Grün nach rechts. Man sollte daher eher die linke Grünseite anspielen. Die zahlreichen Hügel vor dem Grün können bei flach gespielten Bällen dafür sorgen, dass der Ball in eine ungeahnte Richtung rollt. Bahn 13 ist ein mit bis zu 325 Yards eher kurzes Par 4 und wird ebenfalls Richtung Meer gespielt. Rechts lauern ein Bunker und danach ein Hügel, auch links wird die Bahn durch Palmen und Waste Area begrenzt. Zudem durchziehen Wellen das Fairway, Richtung Fahne steigt das Gelände ganz sanft an. Dann folgt das zweite und zugleich kürzeste Par 3 mit bis zu 135 Yards. Dennoch sollte man die Bahn nicht unterschätzen. Vom Tee geht es über eine kleine Senke (sie beherbergt auch den Cartweg) auf ein ausgesetztes Grün. Rechts und hinter dem Grün fällt das Gelände steil ab in eine Waste Area – die Recovery von hier ist kein Zuckerschlecken. Etwas einfacher ist der Weg über links. Starken Einfluss nimmt an dieser Bahn der Wind – je stärker er bläst, umso anspruchsvoller wird der Teeshot. Da das Grün rechts Richtung Waste Area abfällt, sollte man nicht zu weit auf diese Seite zielen. Wer den Championship Course bereits gespielt hat, wird sich hier an Bahn 5 erinnert fühlen – aber mit dem Unterschied, dass man auf Hidden Coves nicht parallel zum Meer spielt, sondern frontal darauf zu. Dann folgt ein maximal 340 Yards langes Par 4, Dogleg rechts. Longhitter können bei gutem Wind versuchen, das Grün über die Waste Area anzugreifen, sicherer ist es, mit einem geraden Schlag zu beginnen und dann der Bahnrichtung zu folgen. Das leicht wellige Grün hat vorne eine False Front, die Annäherung sollte daher nicht zu kurz gespielt werden. Auch Bahn 16 ist ein Dogleg rechts und mit maximal 358 Yards nur unwesentlich länger. Da der Gelände nun jedoch ansteigt, spielt sie sich deutlich länger. Der Hügel rechts vor dem Grün sorgt dafür, dass man den Teeshot besser über die linke Seite spielt, um so einen guten Winkel zum Grün zu bekommen. Das Grün kommt erneut ohne Bunker aus, ist aber deutlich onduliert. Dann folgt die schwierigste Bahn der Back 9: ein bis zu 415 Yards langes Par 4 als Dogleg links. Vom Tee sollte man sich nicht durch die in gerader Richtung sichtbare Fahne irritieren lassen, sie gehört zu einer anderen Spielbahn, kann aber sehr gut zur Ausrichtung für den Drive genutzt werden. Da die Bahn bergauf verläuft, spielt sich dieses Par 4 bei Gegenwind oftmals gefühlt eher als Par 5. Besondere Beachtung erfordert die Senke links des Fairways: wer hier landet, hat einen mehr als schwierigen Rettungsschlag vor sich, oft muss sogar ein neuer Ball eingesetzt werden. Slicer hingegen finden ihren Ball häufig in der Waste Area rechts des Fairways, von hier hat man dennoch einen guten Blick Richtung Grün. Da die eben genannte Senke bis an das leicht nach links hängende Grün heranreicht, sollte man die Fahne eher über die rechte Seite anspielen, denn auch der teils kräftige Wind kommt meist von rechts. Rollt der Ball nach links vom Grün, macht man oft mit einem der seltenen Grünbunker Bekanntschaft. Bahn 18 bringt ein letztes Par 4 mit bis zu 330 Yards – und erstmals künstliches Wasser in Form eines Teichs. Vom Tee sollte man daher möglichst mittig bleiben, denn links droht Waste Area, rechts kommt der Teich ins Spiel. Zur Orientierung dienen die gut sichtbaren beiden Palmen: sie begrenzen das Fairway nach links, zu ihrer Seite geht es bergab auf einen tiefer liegenden Fairwaybereich. Von der rechten Bahnseite muss das als Halbinsel ausgebildete Grün in jedem Fall über Wasser angespielt werden, nur links des Teichs bleibt eine schmale Landzunge für Wasserphobiker. Das Grün kommt zwar ohne Bunker aus, aber die beiden nach vorne geneigten Ebenen sorgen für anspruchsvolle Schlussputts.

Der neue Hidden Coves Course ist eine ausgezeichnete Erweiterung des Golfangebots von Somabay Golf. Der konsequente Verzicht auf viele Bunker und die zahlreichen, gut sichtbaren Hügel geben dem Platz ein ganz anderes Gesicht als beim Championship Course. Dennoch: von beiden Plätzen ist Hidden Coves für uns der „spielbarere“, er wird daher unter den Resortgästen sicherschnell rasch große Beliebtheit erlangen. Bedenkt man das noch sehr junge Alter, präsentiert sich der Platz schon heute in ausgezeichnetem Zustand. Dass dabei Umweltkriterien streng berücksichtigt werden, beeinträchtigt weder das Layout noch den Pflegezustand. Mit seiner Fertigstellung, die für spätestens Anfang 2027 geplant ist, baut Somabay Golf damit seine führende Position unter den Golfresorts der Region Hurghada weiter aus und wird gerade für Gruppen noch attraktiver, da innerhalb des Resorts vielfältige Übungs- und Spielmöglichkeiten bestehen.