Ronda

Michael Althoff

Michael Althoff

Autor: Der Mann hinter dem Bericht

Ronda

Ronda ist eine malerische Stadt in der Provinz Málaga. Bei Reisenden ist die Stadt vor allem aufgrund ihrer atemberaubenden Lage, ihre historischen Sehenswürdigkeiten und insbesondere der von weit her sichtbaren Puente Noevo, der neuen Brücke, bekannt. Die Schlucht „El Tajo“  teilt Ronda in zwei Hälften. Die Stadt ist von einer malerischen Landschaft umgeben und bietet spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Berge und Täler.

 

Ronda hat eine lange und faszinierende Geschichte, die bis in die maurische Zeit zurückreicht. Die Altstadt von Ronda bewahrt viele gut erhaltene Gebäude aus verschiedenen Epochen, darunter arabisch-maurische, gotische und Renaissance-Architektur. Das Wahrzeichen der Stadt ist die „Puente Nuevo“ (Neue Brücke), eine beeindruckende Brücke, die die Schlucht überquert und einen atemberaubenden Blick auf die Umgebung bietet. Das beeindruckende Bauwerk überspannt den tiefen Tajo-Schluchtkessel und verbindet die Altstadt von Ronda mit der Neustadt. Der Bau der Puente Nuevo begann im Jahr 1759 und wurde erst 1793 abgeschlossen. Die Brücke wurde vom spanischen Architekten José Martin de Aldehuela entworfen und ist ein herausragendes Beispiel für die Ingenieurskunst des 18. Jahrhunderts. Die Puente Nuevo erstreckt sich über eine Länge von etwa 66 Metern und erreicht eine maximale Höhe von ungefähr 120 Metern über dem Flussbett. Ihre imposanten Bögen und massiven Steinmauern fügen sich nahtlos in die dramatische Landschaft der Schlucht ein und bieten atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Umgebung. Die Brücke diente ursprünglich als Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen Rondas, die durch den Tajo-Fluss getrennt sind. Neben ihrer praktischen Funktion entwickelte sich die Puente Nuevo auch zu einem Symbol für die Stadt Ronda und zählt heute zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Region. Ein besonderes Merkmal der Puente Nuevo ist der untere Abschnitt der Brücke, der als „La Sala“ bekannt ist und ein ehemaliges Gefängnis beherbergte. Dieser Raum wurde während der Bauarbeiten in den Felsen gehauen und diente im Laufe der Geschichte verschiedenen Zwecken, darunter als Verlies für Gefangene während des Bürgerkriegs im 20. Jahrhundert.

 

Rund um die Brücke warten zahlreiche Restaurants, Bars und Geschäfte auf die Besucher.

 

Besondere Bedeutung hat auch die Stierkampfarena Rondas, auch als Plaza de Toros de Ronda bekannt. Sie ist eine der ältesten und faszinierendsten Stierkampfarenen in Spanien.  Die Plaza de Toros wurde zwischen 1779 und 1785 von dem Architekten José Martin de Aldehuela entworfen und gebaut. Sie gilt als eine der ältesten Stierkampfarenen in Spanien und zeichnet sich durch ihre klassische und elegante Architektur aus. Die Arena befindet sich auf einem Hügel und bietet den Zuschauern nicht nur ein beeindruckendes Stierkampferlebnis, sondern auch einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Landschaft. Das markante Merkmal der Plaza de Toros von Ronda ist der runde Grundriss mit einem Durchmesser von etwa 66 Metern. Die Arena hat eine Kapazität von etwa 5.000 Zuschauern und ist mit traditionellen Sitzplätzen, Logen und einer königlichen Loge für besondere Gäste ausgestattet. Die Fassade der Arena ist im neoklassizistischen Stil gestaltet und verleiht dem Bauwerk eine beeindruckende Pracht. Ein besonders interessantes Element der Plaza de Toros ist der Innenhof, der als „Coso“ bekannt ist. Hier können Besucher die Stierkampfutensilien, historische Kostüme und andere Artefakte im Stierkampfmuseum bewundern. Dieses Museum bietet einen Einblick in die Geschichte und Traditionen des Stierkampfes, einer kontroversen kulturellen Praxis in Spanien. Die Plaza de Toros von Ronda hat eine herausragende Rolle in der Geschichte des Stierkampfes gespielt und hat viele berühmte Matadore beherbergt. Die Arena selbst strahlt eine gewisse historische Aura aus, die die jahrhundertealte Tradition des Stierkampfes widerspiegelt. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelten hier drei Generationen von Mitgliedern der Familie Romero die Regeln, nach denen auch heute noch gekämpft wird – vom Gebrauch des Tuches, dem Kampf des Toreros zu Fuß statt zu Pferd bis hin zum Stil und Posen im Kampf – bekannt als Escuela Rondeña („Ronda-Schule“).