Top of the Rock

Bild von Michael Althoff

Michael Althoff

Autor: Der Mann hinter dem Bericht

der einzige Par 3-Platz mit PGA-Tour-Historie

Während Jack Nicklaus die neun Spielbahnen dieses Par 3-Platzes konzipierte, zeichnet Arnold Palmer für das Design der Übungsanlagen verantwortlich. Von 2005-2014 erfolgte eine Überarbeitung durch Johnny Morris. Bis heute ist der Platz mit einer Gesamtlänge von 885 bis 1.399 Yards der einzige Par 3-Platz, der je Teil eines offiziell von der PGA of America sanktionierten Events war: der von 2014 bis 2019 ausgetragenen Bass Pro Shops Legends of Golf at Big Cedar im Rahmen der PGA Tour Champions. Auf seinen neun Bahnen vereint der Platz alle Elemente von Golf in den Ozarks: Höhenunterschiede, Felsen, Wasser und faszinierende Ausblicke.

Los geht es mit einem bis zu 171 Yards langen Par 3, rechts führt der Weg an einer kleinen Kapelle vorbei. Das Grün wird beiderseits durch mächtige Bunker eingerahmt, zudem kommen rechts des Grüns Felsen ins Spiel. Bahn 2 misst maximal 114 Yards und führt deutlich bergab, vom hinteren Tee hat man einen fantastischen Blick auf die umliegende Landschaft samt See. Beiderseits des Grüns lauern gleich mehrere Bunker – und gerät der Teeshot zu lang, verschwindet er auf Nimmerwiedersehen im bewaldeten Abhang hinter dem Grün. An Bahn 3, maximal 202 Yards lang, geht es über eine kleine Senke Richtung Grün. Links lauert neben dem Fairway ein Abhang samt dichtem Bewuchs, erneut rahmen gleich vier Bunker das Grün ein. Zusätzliche Herausforderung: das Grün hängt von der Mitte nach links hinten und vorne. Über bis zu 191 Yards geht es an Bahn 4 vom leicht erhöhten Abschlag vor der Terrasse des Clubhauses zum durch einen Teich vom Rest der Bahn getrennten Grün. Sowohl vor als auch hinter dem Grün lauern zusätzlich Bunker, auch der Höhenunterschied zwischen Abschlag und Fahne erfordert Beachtung. Bunker und Wasser prägen auch die folgende, maximal 123 Yards kurze bahn. Über einen kleinen Teich geht es leicht bergauf zu einem quer liegenden Grün, das vorne und hinten durch mächtige Bunker umsäumt ist. Hier gilt es, den Teeshot schnell zum Halten zu bringen. Durch ein kleines Felsentor geht es zu sechsten Bahn, die sich über maximal 121 Yards spielt, aber deutlich bergab in Richtung eines Inselgrüns verläuft. Eine kleine Brücke, die an ihr bekanntes Pendant in Augusta erinnert, führt auf das Grün. Der Teich, der das Grün umfasst, kommt auch an der folgenden Bahn ins Spiel. Fast die gesamte Strecke der maximal 152 Yards Richtung Grün wird carry über Wasser gespielt, links und hinter dem Grün lauern Bunker. Die vorletzte Bahn misst maximal 183 Yards, führt aber etwas bergauf. Bleibt man zu kurz, droht vorne rechts ein großer Bunker samt Grüninsel. Gerät der Abschlag zu lang, lauern links und hinter dem Grün weitere Bunker. Nun geht es nochmals bergauf in Richtung des letzten Abschlags. Diesen betritt man durch ein aus den Felsen der Region geformtes Tor. Der Ausblick ist grandios, man erkennt schon vom Abschlag der bis zu 163 Yards langen Bahn die Berge und den Table Rock See im Hintergrund. Das Grün wird wie ein Inselgrün, wird jedoch nicht von Wasser, sondern von insgesamt sieben Bunkern eingerahmt, zusätzlich begrenzt eine mächtige Felsformation hinter dem Grün die Bahn. Was man während des Spiels oft gar nicht merkt: diese Bahn verläuft direkt unterhalb der Terrasse der Buffalo Bar, man spielt seinen letzten Putt daher häufig unter kritischer Beobachtung zahlreicher Besucher.

Top of the Rock ist auch ein beliebtes Ausflugsziel: auch nicht Golfer können, nicht weit vom Clubhaus entfernt, einen Buggy mieten und damit einen Rundweg durch die bizarren Felsformationen der Ozarks absolvieren. Aktuell wird zudem der Canyon-Bereich vor dem Clubhaus neu gestaltet, da Morris weiteres Land hinzukaufen konnte – man darf gespannt sein. Neben dem Clubhaus findet zudem allabendlich ein Sundowner-Event mit Dudelsackspieler und Kanonenschuss statt – eine Hommage an Schottland als Heimatland des Golfsports.