Walt Disney World Golf, Palm Course

Bild von Michael Althoff

Michael Althoff

Autor: Der Mann hinter dem Bericht

auf den Spuren legendäre PGA Pros

Der Disney’s Palm Course war, wie der Magnolia Course, schon mehrfach Austragungsort zahlreicher PGA Turniere, an jeder Spielbahn erinnern Tafeln an besondere Momente der Turniergeschichte. Künftig wird dies jedoch, wie beim Magnolia Course bereits umgesetzt, durch Tafeln mit bekannten Storylines aus berühmten Disney-Filmen sowie Zitaten von Walt Disney und Arnold Palmer ersetzt. Man muss jedoch kein Resortgast bei Walt Disney World sein, um die Golfplätze spielen zu können. Das Management aller Plätze obliegt der Arnold Palmer Golf Management, so dass hier zwei der Größten ihrer Fächer aufeinandertreffen. Pro Bahn können die Golfer aus vier verschiedenen Teeboxen wählen, die Gesamtlänge fällt mit maximal 6.870 Yards kürzer aus als beim Magnolia Course. Dennoch: gerade von den hinteren Abschlägen sollte man den Par 72-Platz nicht unterschätzen. Die ersten fünf Spielbahnen verlaufen in Richtung der 2026 in Überarbeitung befindlichen Zufahrtsstraße zu den Disney-Attraktionen, doch spätestens ab Bahn 6 wird es auch auf diesem Platz wunderbar ruhig. Wer in den frühen Morgenstunden startet, kann aufgrund des Bodennebels oft eine geradezu mystische Stimmung erleben.

Die Runde beginnt mit einem Par 5 als leichtem Dogleg links. Wer direkt in den Knick hineinspielen möchte, sollte den dort platzierten Fairwaybunker beachten – besser, man umspielt diesen rechts. Das deutlich erhöhte Grün wird vorne durch zwei Bunker verteidigt – eine schöne, nicht allzu schwere Auftaktbahn. Bahn 2 und 3 bringen reichlich Wasser ins Spiel. Beim Par 4 an Bahn 2, das sich in weitem Rechtsbogen Richtung Grün zieht, droht das Wasser über die gesamte Bahnlänge links. Da wirken die drei Grünbunker rechts des Kurzgemähten fast schon wie ein Schutz vor Wasserbällen. An Bahn 3, dem ersten Par 3, lauert das Wasser auf der rechten Seite. Vorher trennen jedoch Bunker das Grün vom Wasser. Das Grün birgt zudem auf der rechten Seite einen kleinen „Bergrücken“, von dem aus das Grün zu beiden Seiten leicht abfällt. Das Wasser links der Teeboxen an Bahn 4 hat eher psychologischen Charakter, an dieser Bahn sollte man vor allem auf die Bäume beiderseits des Fairways achten. Das gerade Par 4 bietet auch vergleichsweise wenig Bunker, lediglich ein Fairwaybunker rechts und ein Grünbunker vor dem Grün sind zu beachten. Bahn 5, ein weiteres Par 4, beginnt man am besten mit einem Teeshot nach rechts. So nimmt man sowohl die hohen Bäume auf der linken Seite als auch den gut sichtbaren Fairwaybunker links aus dem Spiel – allerdings lauert auch rechts des Fairways ein Bunker, der jedoch näher am Grün liegt. Da das Grün links ebenfalls durch Bunker begrenzt wird, spielt man die Fahne besser über die rechte Seite an. Dabei sollte man jedoch auf die false Front des erhöhten Grüns achten. Nun kommt die aktuell schwierigste, aber vielleicht auch schönste Bahn der Runde: ein Par 4 mit reichlich Wasser. Selbst die Profis der PGA Tour hatten mit dieser Bahn zu kämpfen, wie eine Hinweistafel am Abschlag zeigt. Vom Abschlag gilt es zunächst, das Wasser auf der linken Seite zu meiden. Der Schlag ins Grün muss ebenfalls über Wasser ausgeführt werden – wer sich die Länge mit dem zweiten Schlag nicht zutraut, sollte daher lieber nochmals vorlegen. Das Grün wird rechts vorne durch einen Bunker geschützt – und gerne steht die Fahne in der rechten Ecke dieser Bahn. Auf dem Weg zum Grün, der über eine kleine Brücke führt, sollte man den Blick unbedingt nach rechts schweifen lassen, gerade in den Morgenstunden sorgt das Licht für ein wunderbares Wechselspiel der Farben samt Spiegelungen im Wasser. An Bahn 7 wartet das zweite Par 5 der Runde, ein Dogleg rechts. Hier fehlt Wasser, dafür verläuft die Bahn zwischen dichtem Baumbestand. Wer über den Knick rechts abkürzen möchte, sollte dort auf den Fairwaybunker achten. Den Lay-up spielt man besser über links, da rechts einzelne, hohe Bäume schnell den direkten Weg zum Grün versperren können. Dann folgt das längste Par 3 der Runde, das jedoch mit maximal 197 Yards dennoch für nahezu alle Golfer vom Tee aus erreichbar sein sollte. Zu beachten sind der mittige Bunker vor dem Grün und die hohen Bäume auf der linken Seite, an die sich ein weiterer Bunker anschließt. Der erste Teil der Runde endet mit einem Par 4 und reichlich Wasser auf der linken Seite. Im Bereich der Drivelandezone wird das Fairway jedoch deutlich breiter, da es das Wasser nach rechts abdrängt. Doch dann kommt das Wasser wieder zurück und reicht bis unmittelbar an den Grünbunker auf der linken Grünseite heran, so dass man die Fahne besser über rechts anspielen sollte.

Auch Bahn 10 wird beiderseits durch dichten Baumbestand eingerahmt. Zudem dreht das seitliche Wasser neben den Teeboxen vor dem vordersten Abschlag seitlich und muss somit von allen Abschlägen überspielt werden. Wer dabei zu weit nach rechts zielt, macht schnell Bekanntschaft mit den dort positionierten Fairwaybunkern. Das Grün sollte man nicht zu weit links anspielen, denn dort lauert ein weiterer Bunker. Am Par 5 der folgenden Bahn setzt sich das Spiel zwischen tropischem Bewuchs fort – aber die Bahn kommt ohne Wasser aus. Vom Tee geht es zunächst geradeaus, links lauert ein Fairwaybunker. Dann dreht die Spielrichtung ganz leicht nach links, auch in der Lay-up Zone lauert ein Bunker, nun jedoch rechts. Auf dem Weg Richtung Fahne steigt das Gelände sanft an, die linke Seite vor dem Grün wird durch Bunker verteidigt. Auch die folgende Bahn, das erste Par 3 der Back Nine, kommt ohne Wasser aus, setzt jedoch auf zahlreiche Bunker. Diese verteidigen das deutlich erhöhte Grün über die gesamte Vorderseite, so dass man die Fahne unbedingt hoch anspielen sollte. Beim folgenden Par 4 an Bahn 13 kommt wieder reichlich Wasser ins Spiel, das sich über die gesamte rechte Seite der Bahn zieht. Longhitter können versuchen, das Grün direkt anzuspielen, allerdings kommt dann das Wasser noch stärker ins Spiel. Alternativ sollte man den Ball geradeaus ins Spiel bringen – und das möglichst so, dass die hohen Bäume links auf dem Weg zur Fahne nicht im Weg stehen. Das Grün wird beiderseits durch Bunker verteidigt, zudem fällt das Gelände rechts neben dem Grün nicht nur Richtung Bunker, sondern auch Richtung Wasser ab. Wäre das folgende Par 5 ein Wein, würde es wohl „Entre Deux Mers“ heißen. Vom Abschlag geht es zwischen zwei Teichen hindurch auf eine großzügige Drivelandezone. Nun muss man sich entscheiden: entweder man legt über rechts – erneut zwischen zwei Teiche – nochmals vor, oder versucht einen langen zweiten Schlag carry über Wasser zum Grün. Diese Bahn ist Risk and Reward-Design par excellence, man sollte vor der Entscheidung über den zweiten Schlag unbedingt den Wind berücksichtigen. Bahn 15 bringt ein weiteres Par 4, statt Wasser gibt es hier wieder mehr Bunker, zunächst auf der linken Seite in der Drivelandezone und dann beiderseits des Grüns. Da die Bahn leicht nach links dreht, können Longhitter versuchen, den Teeshot über die Bunker zu spielen – ansonsten sollte man sich leicht rechts von ihnen halten. Das letzte Par 3 der Runde bringt nochmals reichlich Wasser ins Spiel. Von allen Abschlägen muss man, sofern man das Grün mit dem Teeshot erreichen möchte, carry über Wasser spielen – der Umweg über die kleine Fairwayzone rechts des Teichs ist nicht nur ebenfalls anspruchsvoll, sondern kostet meist mindestends einen Schlag mehr. Freunde des gepflegten Hooks sollten den Bunker und die Waste Area zwischen Grün und Wasser links beachten. Dann folgt ein Dogleg rechts mit nahezu 90 Grad Richtungswechsel. Vom Tee kommt es darauf an, den Ball möglichst bis in den Knick zu spielen, damit man danach freie Bahn Richtung Fahne hat. Das Grün wird rechts durch einen Bunker begrenzt, so dass man eher mittig oder links anhalten sollte. Die Tücke der Schlussbahn, einem fast geraden, langen Par 4, ist vom Tee kaum zu erkennen: während man vom Tee den Ball zunächst gerade ins Spiel bringen sollte – dabei sind je ein Fairwaybunker links und rechts zu beachten – liegt die Herausforderung im zweiten Teil: zunächst teilt, gut 120 Yards vor dem Grün, Wasser die Bahn, dieses zieht sich dann über rechts bis hinter das Grün. Daher sollte man die Fahne eher über die vordere Seite des nach rechts versetzten Grüns anspielen – ein wunderbare Anforderung zum Abschluss der Runde.

Walt Disney World Golf wirbt mit dem Slogan „The Happiest Place on Turf”. Hohe Kundenbewertungen und nicht zuletzt zahlreiche Auszeichnungen zeigen, dass das Team von Arnold Palm Golf Manager mit GM Bruce Gerlander und seinem Team diesem Versprechen Taten folgen lassen.